Von Wellness zu Medical Wellness ist nicht die Lösung

Das Institut für Arbeit und Technik (IAT) hat eine neue Studie zu Medical Wellness veröffentlicht. Thema: “Medical Wellness – Zukunftsmarkt mit Hindernissen”. Die Autorin Sandra Dörpinghaus fasst darin kurz und prägnant das Dilemma zusammen, in dem sich das Sub-Segment “Medical Wellness” derzeit befindet.

Allenthalben werden Medical Wellness enorme Wachstumschancen von diversen Verbänden und Institutionen eingeräumt, allein das Versprechen wurde bisher nicht eingelöst. Wer bietet denn nun den Königsweg zum gesundheitsorientierten “Wohlfühltourismus”? Sind es die anerkannten, zertifizierten medizinischen Institutionen (Kliniken, etc.) oder die touristischen Leistungserbringer (Wellnesshotels, etc.).

Die Studie zeigt hier sehr schön zusammengefasst, wo die Schwerpunkte, die Vorzüge und Nachteile der Marktteilnehmer liegen. Einzig möchte ich bemängeln, geht die Autorin von einer falschen Annahme aus, dass sich Wellness zu Medical Wellness entwickelt. Dem ist nicht so.

Zwar steigt das Bewusstsein beim Kunden an gesundheitsorientierten Leistungen im Tourismus, Medical Wellness spielt aber im Tourismus - selbst in der Nische - eine untergeordnete Rolle. Auch Versuche, den Begriff “Medical Wellness” ständig neu zu definieren, um ihn vom gefestigten Begriff der “Wellnessreise” oder des “Wellness-Urlaubs” abzugrenzen, müssen scheitern. Die Relevanz ist einfach nicht gegeben.

Trotzdem, sehr gute Expertise. Weitere Informationen:

2009: Medical Wellness - Zukunftsmarkt mit Hindernissen.

Tags:medical wellness, studie, tourismus, wellness, wellnessurlaub

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